frischer und
bewusster essen


Chiasamen

Chiasamen zählen zu den häufig erwähnten „Superfoods“ und sind nicht nur deswegen in aller Munde.

Die essbaren Samen der Pflanze „Salvia hispanica“ sind bei Azteken und Mayas ein Hauptnahrungsmittel gewesen und wurden dort kultiviert. Sie sind somit ursprünglich in Mittelamerika beheimatet.

Dies änderte sich mit dem Eintreffen der spanischen Eroberer; Chiapflanzen wurden mengenmäßig verdrängt durch veränderten Feldfrüchteanbau europäischer Pflanzen.

Glücklicherweise hat sich dies im 20. Jahrhundert wieder geändert und es gibt mittlerweile zahlreiche Bauern und Anbaugebiete, die auch unter ökologisch-biologischen Bedingungen fair produzieren. Chia zählt (nicht nur deswegen) zu den „Superfoods“, da die Samen einen enorm hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren aufweisen.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich das Fettsäuremuster der Nahrung in den Industrienationen erheblich verändert. Dies ging vor allem auf Kosten der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (Bsp. α-Linolensäure) vonstatten.

Besonders das Mengenverhältnisverschiedener Fettsäuren zueinander ist von Bedeutung: So wird üblicherweise das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren herangezogen als Marker für ein Lebensmittel, das in der Lage ist, oxidativen Schutz (Stichwort Antioxidantien) zu bieten und vor Herz-Kreislauferkrankungen zu schützen.

Auch eignet sich Chiasamenmehl hervorragend um glutenfreies Brot mit hohem Nährwert zu produzieren.  In einer Studie (veröffentlicht 2014)  wurde ein solches Brot verglichen mit Broten aus Buchweizenmehl, Tartaren-Buchweizenmehl und normalem Weizenbrot.

Die Brote aus Chiasamenmehl und Tartaren-Buchweizenmehl wiesen einen deutlich höheren Proteinanteil, deutlich mehr wasserunlösliche Ballaststoffe und einen stark erhöhten α-Linolensäure-Gehalt (wir erinnern uns: das ist eine Omega-3-Fettsäure) auf. Gleichzeitig waren sowohl der Energiegehalt als auch der Kohlenhydratanteil deutlich reduziert.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass auch vor unserer Haustür eine fantastische und vielfältige Pflanzenwelt existiert. Auch Leinsamen besitzen einen hohen Omega-3-Fettsäurengehalt, wenn sie auch den der Chiasamen nicht erreichen.

Außerdem wird der Einsatz eines oder mehrerer „Superfoods“ nicht den gewünschten positiven Erfolg bringen, wenn der Rest der Ernährung vernachlässigt wird.

Daher gilt (wie immer): eine ausgewogene Ernährung ist die Basis, auf der „Superfoods“ dann durchaus einen guten gesundheitlichen Bonuseffekt haben können.

Schmecken tun sie jedenfalls, die kleinen Kügelchen.

Leckere Rezepte mit Chiasamen findest du hier.

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