frischer und
bewusster essen


Tomatenmark und Lycopin

Carotinoide gehören zu den stärksten Antioxidantien, die uns bekannt sind.

Antioxidantien verhindern eine Oxidation, eine Abgabe von Elektronen. Durch die Oxidation können freie Radikale in den Zellen entstehen, die der Zelle und somit dem Körper schaden. Freie Radikale werden zusätzlich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der Entstehung von bösartigen Tumoren in Verbindung gebracht .

Lycopin, Lutein, Astaxanthin und ß-Carotine gelten als wirksamste Vertreter ihrer Art. Carotinoide findet man in Früchten, die eine rote oder orangene Farbe aufweisen, Carotin wird außerdem auch als natürlicher oder synthetischer Lebensmittelfarbstoff (E 160a) eingesetzt.

In Tomaten ist natürlicherweise Lycopin enthalten, und zwar in einer Menge von bis zu 6 mg Lycopin/100 g (abhängig vom Reifegrad) in frischen Tomaten, ca. 11 mg/100 g in Dosentomaten und ca. 60 mg/100 g in Tomatenmark. Je konzentrierter die Frucht, desto mehr Lycopin enthält sie.

In einer kürzlich erschienen Studie wurden die Effekte des thermischen Einflusses (15 min, 30 min, 45 min und 60 min Erhitzung bzw. kochen) und der Zusatz von Olivenöl auf den Lycopingehalt von Tomaten gemessen. Das Ergebnis war eine deutliche Erhöhung des Lycopingehaltes bis hin zur 30. Minute des Kochens, danach sank der Gehalt wieder langsam. Durch die Hitze werden Teile der Pflanzenzellwände zerstört und die Verbindung zur Pflanzenmatrix gelockert. Dies verursacht vermutlich den Anstieg (die Freisetzung) von Antioxidantien. Den gleichen Effekt hatte die Zugabe von Olivenöl, auch hier stieg der Anteil an Antioxidantien an.

Versuche, Lycopin zu isolieren und gezielt bei der Krebsbehandlung einzusetzen, sind nicht sehr erfolgreich gewesen. Tatsächlich wirken Antioxidantien wie Lycopin am besten, wenn sie mit dem originären Lebensmittel verzehrt werden. Denn es ist fast nie EINE einzelne Substanz, die Vorteile bringt, es spielen auch immer unzählig viele andere Substanzen eine Rolle (hier seien beispielsweise nur die sekundären Pflanzenstoffe, die Gerbstoffe, die Ballaststoffe usw. erwähnt).

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